Frucht der Götter – Granatapfel gesund genießen

Dass der Granatapfel gesund ist, wussten schon die Menschen des Altertums.

Auch die Moderne Naturmedizin hat die leicht bitter schmeckende Frucht mit ihren zahlreichen kleinen roten Kernen für sich entdeckt.

Wenn es um gesunde Lebensmittel, sogenannte Superfoods, geht, darf der Granatapfel und die Produkte daraus auf keinen Fall fehlen.

Der Granatapfel wirkt unter anderem vitalisierend, Hormonausgleichend, Zell- und Gefäßschützend.

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Frischer Granatapfel ist gesund

Der Granatapfel (Punica granatum, Grenadine) ist eine Frucht, die in den Ländern rund um das Mittelmeer und in West- und Zentralasien beheimatet ist.

Dass der Granatapfel sehr gesund ist, beweisen mehr als 250 klinische Studien. So belegt etwa eine wissenschaftliche Untersuchung, dass sich regelmäßig konsumierter frisch gepresster Granatapfelsaft blutdrucksenkend auswirken kann:

An der Placebo-kontrollierten Studie, die im September 2012 veröffentlicht wurde, nahmen 51 gesunde männliche und weibliche Probanden zwischen 30 und 50 Jahren teil.

Man verabreichte der Versuchsgruppe täglich 330 ml Granatapfelsaft, der Kontrollgruppe jedoch nur ein flüssiges Placebo.

Die Probanden, die den echten Fruchtsaft getrunken hatten, zeigten am Ende des Versuchszeitraums deutlich niedrigere Blutdruckwerte als zu Beginn der klinischen Studie.

Warum der Granatapfel so gesund ist

Granatäpfel enthalten viele lebenswichtige Vitamine (A, B, C und E), Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphor und Magnesium, Spurenelemente (Kupfer, Zink, Jod, Mangan) und etwa 20 Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe).

100 Gramm Granatapfelkerne haben zirka 74 kcal und enthalten etwa:

  • 79,1 g Wasser
  • 16,1 g Kohlenhydrate (vor allem Zucker)
  • 2,2 g Ballaststoffe
  • 0,7 g Eiweiß
  • 0,6 g Fett

Die im Granatapfel vorkommenden 20 verschiedenen sekundären Pflanzenstoffe haben eine starke anti-oxidative Wirkung. Sie bekämpfen oxidativen Stress, der für viele Erkrankungen im menschlichen Körper verantwortlich ist.

Doch sind es nicht die Polyphenole allein, die den Granatapfel so gesund machen: Es ist eher das besondere Zusammenwirken aller seiner gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe.

Eine Placebo-kontrollierte Doppelblind-Studie an 45 Patienten mit koronaren Herzerkrankungen ergab, dass bereits 240 ml Granatapfel Saft täglich die Durchblutung des Herzens deutlich verbessern können.

Bei Patienten mit verengter Halsschlagader, die regelmäßig Granatäpfel aßen, verringerten sich die Ablagerungen auf den Gefäß-Innenwänden innerhalb eines Jahres um zirka 35 %.

Eine andere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der regelmäßige Konsum von Granatapfel Produkten die Insulinresistenz im Körper senken kann.

Da der gesunde Granatapfel die Zucker-Resorption im Darm hemmt, kann man mit ihm den Blutzuckerspiegel weitgehend konstant halten und so langfristig Diabetes vorbeugen.

Außerdem sind die Inhaltsstoffe der sogenannten „Frucht der Götter“ imstande, zu hohe Cholesterin-Werte zu senken.

Die in dem gesunden Granatapfel enthaltenen Antioxidantien sind in der Lage, chronische Entzündungen und sogar Krebs wirksam zu bekämpfen: Bei an Brustkrebs erkrankten Frauen kam es durch die regelmäßige Anwendung von Granatapfelsaft sogar zum Rückgang der Metastasen-Bildung.

Die in dem gesunden Granatapfel vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe können außerdem verhindern, dass der Tumor neue Blutgefäße bildet und sich im Körper ausbreitet.

Sportler, die hart trainierten, hatten nach dem regelmäßigen Konsum von Granatapfelsaft einen weniger starken Muskelkater und fühlten sich nicht mehr so geschwächt wie zuvor.

Granatapfel: gesund für die Haut

Die in den gesunden Früchten enthaltenen Polyphenole haben außerdem eine positive Wirkung auf Deine Haut: Sie machen sie schön glatt und rein.

Für die regelmäßige Pflege Deiner Haut empfiehlt sich Granatapfel Extrakt in Tropfenform oder, noch besser, (Bio-)Granatäpfel roh oder frisch gepresst.

Das Anti-Aging-Mittel ist vor allem für reife, stark beanspruchte und trockene Haut optimal geeignet. Sie gewinnt ihre frühere Elastizität zurück und wird gekräftigt und geschützt.

Mit regelmäßig angewendeten Granatapfel Produkten kannst Du nicht nur unerwünschte Fältchen und Pigmentflecken reduzieren, sondern sogar Hautentzündungen lindern.

Granatapfel kaufen und lagern

Dass der Granatapfel im Supermarkt reif ist, erkennst Du bereits an seinem Äußeren: Er hat dann eine unregelmäßig gefärbte fleckige Schale mit kleinen Dellen.

Der Blütenansatz (Krone) ist vertrocknet und leicht geöffnet. Reife Granatäpfel sind außerdem hart und haben eine rissige raue Schale.

Die reifen Früchte lassen sich sogar mehrere Monate im Kühlschrank aufbewahren, ohne dass sie ihre bioaktiven Eigenschaften einbüßen.

Den Granatapfel öffnen und essen

Granatapfelkerne essen und aufbewahren

Von den Granatäpfeln darfst Du nur die Kerne und den roten Kern-Mantel essen.

Beim Öffnen der Frucht gehst Du am besten äußerst vorsichtig vor, da der rote Saft leicht herausspritzt und sich später aus Textilien nicht mehr entfernen lässt.

Damit Du Dich beim Öffnen des Granatapfels nicht beschmutzt, rollst Du ihn mehrmals auf dem Tisch hin- und her und schneidest ihn dann in zwei Hälften.

Danach hältst Du sie einfach mit den Kernen nach unten über einen Teller und klopfst sie mit einem Kochlöffel von oben heraus.

Granatapfel Saft selbst herstellen

Falls Du zu den Personen gehören solltest, die zu kleinen oder größeren Missgeschicken neigen, solltest Du den gesunden Granatapfel besser als Saft konsumieren.

Dazu schneidest Du die Frucht vorsichtig in zwei Hälften (Achtung: Saftspritzer!) und presst sie mit leichtem Druck mit Deiner Zitrus-Presse aus.

Sogar eine Spätzle-Presse lässt sich dazu gut verwenden.

Es gibt auch fertigen Granatapfelsaft zu kaufen, sei es im Reformhaus, in der Apotheke, in gut sortierten Supermärkten und selbstverständlich auch im Internet.

Achte jedoch unbedingt darauf, reinen Granatapfelsaft zu kaufen, ohne Zuckersatz.

Granatapfel zubereiten

Granatapfel Kerne lassen sich gut mit anderem Obst zu einem Obstsalat verarbeiten.

Auch in Quarkspeisen und Joghurts schmecken sie ausgezeichnet und deinem morgendlichen Müsli geben sie einen besonders gesunden Kick.

Außerdem kannst Du sie zur Verfeinerung von Soßen und herzhaften Gerichten verwenden. Die aromatischen Früchte vom Mittelmeer verleihen ihnen eine herb-fruchtige und süße Note.

Nicht zuletzt kannst du leckere Honig-Crepes mit Granatapfel verfeinern und eine Vielzahl anderer schmackhafter Granatapfel Gerichte entdecken.

Da die Zubereitung frischer Granatäpfel nicht jedermanns Sache ist, kannst Du Deinem Körper die gesunden Inhaltsstoffe auch mithilfe von Granatapfel Fertigpräparaten zuführen. Diese lassen sich bequemer verzehren.

Fertige Granatapfel Produkte unterscheiden sich jedoch in Bezug auf ihre Qualität und die Wirksamkeit der in ihnen enthaltenen Polyphenole sehr stark voneinander.

Granatapfel Kapseln

Beim Kauf von Granatapfel Kapseln solltest Du unbedingt darauf achten, dass sie schonend hergestellt wurden und noch sämtliche bioaktiven Stoffe enthalten.

Am besten geeignet sind Produkte aus fermentiertem gefriergetrocknetem Granatapfel Extrakt. Sie haben idealerweise einen Ellagsäure-Gehalt von 30 bis 40 Prozent.

Damit Dein Körper die wertvollen Polyphenole ungehindert aufnimmt, empfiehlt es sich, die Granatapfel Kapseln zwischen den Mahlzeiten einzunehmen und auf Milchprodukte zu verzichten.

Granatapfel Muttersaft

Da der reine naturtrübe Granatapfel Muttersaft recht bitter schmeckt, solltest Du ihn noch mit etwas frisch gepresster Zitrone und Ingwer vermischen, bevor Du ihn trinkst.

Beste Qualitäten enthalten keinen Zuckerzusatz und keine zusätzlichen Aromastoffe.

Leidest Du an einer der oben genannten Erkrankungen, bist Du gut beraten, wenn Du zweimal täglich jeweils 165 ml Granatapfel Muttersaft zu Dir nimmst.

Granatapfel Extrakt

Am besten kaufst Du gefriergetrocknete Granatapfel Extrakt Produkte, von denen Du 500 bis 600 mg Polyphenole täglich zu Dir nimmst.

Hitzegetrocknete Fertigpräparate sind nicht zu empfehlen, da ihre sekundären Pflanzenstoffe vom menschlichen Körper nur bedingt verwertet werden können.

Fermentierte Granatapfelsaft Polyphenole hingegen werden vom Körper besser verstoffwechselt, da sie von den probiotischen Mikroorganismen bereits vorverdaut wurden.

Wie diverse klinische Studien beweisen, sind sie sogar doppelt so wirksam wie Polyphenole aus herkömmlichem Bio Granatapfel-Saft.

Granatapfel Extrakt ist in Kapselform oder als Tropfen erhältlich und wird aus den roten Hüllen der Kerne gewonnen. Er enthält standardmäßig 40 % Ellagsäure. Der beste Granatapfel Extrakt trägt die Bezeichnung Pomella.

Wie genießt Du den Granatapfel am liebsten?​

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